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5. Juni 2012 - Das Handy in der Hand

In der einen Hand das Handy, in der anderen das Lenkrad – seit Jahren ist das verboten. Doch immer mehr Autofahrer werden erwischt, zunehmend auch Frauen. Das zeigen neue Zahlen aus Flensburg.

 
Bußgeld und Strafpunkten zum Trotz erwischt die Polizei immer mehr
 
Autofahrer mit dem Handy am Ohr. Seit 2005 ist die Anzahl der Verstöße kontinuierlich gestiegen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag in Flensburg mitteilte. 2011 wurden insgesamt 450 000 Autofahrer mit Handy am Steuer ertappt. Meist sind es Männer, die verbotenerweise während der Fahrt telefonieren.
 
Doch mittlerwiele erwischt die Polizei auch Frauen: Ihr Anteil ist stetig gewachsen. Verstießen 2005 noch 21 Prozent der Autofahrerinnen gegen das Handyverbot, waren es 2011 bereits 27 Prozent. Die Handynutzung am Steuer ist bereits seit 2004 verboten. Wer erwischt wird, muss 40 Euro Bußgeld zahlen und bekommt einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg.
 
Immer mehr Verstöße beim Autofahren
 
In absoluten Zahlen verdoppelten sich die registrierten Verstöße bei den Frauen in den sieben Jahren auf 123 000 Fälle (2005: 61 000). Aber auch die Männer legten zu: 2011 ertappten die Beamten laut Bundesamt 327 000 Männer mit Handy am Steuer, vor sieben Jahren waren es noch 223 000.
 
Insbesondere älteren Autofahrern scheint die Strafe egal zu sein, wie die Zahlen von 2011 belegen: Die 35- bis 44-Jährigen ignorieren das Verbot besonders oft (133 000 Verstöße). In der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre hat sich die Anzahl der Verstöße seit 2005 auf 32 000 verdoppelt.
 
Geografisch betrachtet zeigten sich Menschen in NRW als Vieltelefonierer: Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl wurden dort im vergangenen Jahr die meisten Verstöße geahndet (11,1 pro 1000 Einwohner). Auf Platz zwei landeten, mit deutlichem Abstand, die Bayern (7,5). Am besten schnitten, rein statistisch gesehen, die Autofahrer aus Sachsen-Anhalt ab (1,9).
 
Negative Statistik bei Männern
 
Insgesamt fallen die Männer im Straßenverkehr deutlich häufiger negativ auf als die Frauen: Im Verkehrszentralregister machen sie laut Bundesbehörde etwa sieben der gut neun Millionen registrierten Verkehrssünder aus. Egal, ob männlich oder weiblich – meist gibt es Ärger, weil die Autofahrer rasen. Zu hohe Geschwindigkeit liegt laut Angaben in mehr als der Hälfte aller registrierten Verstöße vor. Es folgen Alkoholfahrten – die auch meist Männer begehen.
 
Quelle: Focus online

 

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